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  1. #1
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    Standard RENAULT F1 Team 2010

    Der Renault-Rennstall hat ein neues Oberhaupt:
    Eric Boullier übernimmt den Posten des Teamchefs von Bob Bell

    Fernziel ist der WM-Kampf 2011
    Renault stellt sich neu auf: Der 36-jährige Eric Boullier wurde zum Teamchef bestellt

    Renault stellt die Weichen für die neue Rennsaison: Wenige Tage nach dem Jahreswechsel wurde Eric Boullier als neuer Teamchef der Équipe präsentiert. Der 36-Jährige weist trotz seines recht jungen Alters bereits umfangreiche Erfahrungen im Motorsport auf - Boullier war in den vergangenen Jahren unter anderem als A1GP-Teamchef und Technischer Direktor des DAMS-Teams aktiv.

    Nach Stationen in der GP2, der Formel BMW und der Formel Le Mans dockt Boullier nun beim Renault-Rennstall an, den er in den kommenden Jahren wieder auf Vordermann bringen soll: "Es macht mich unglaublich stolz, dass ich dem Renault-Team als Teamchef betreten kann. Renault ist einer der berühmtesten und erfolgreichsten Namen im Motorsport", so Boullier bei seiner Vorstellung.

    "Ich freue mich schon sehr darauf, das Team in eine neue Saison zu führen. In der Vergangenheit hat Renault unter Beweis gestellt, dass es eines der Topteams der Formel 1 ist. Ich bin davon überzeugt: Mit harter Arbeit und Entschlossenheit können wir wieder an der Spitze mitkämpfen", gibt Boullier knapp zehn Wochen vor Saisonbeginn zu Protokoll. Der Franzose löst Bob Bell an der Teamspitze ab.

    Bell war seinerseits in Folge der "Crashgate"-Affäre zum Interimsteamchef bestellt worden, nachdem Flavio Briatore und Pat Symonds den Rennstall im Vorjahr verlassen hatten. Zudem hatten zahlreiche Sponsoren Ende 2009 ihre Verträge aufgekündigt - erst vor wenigen Wochen kehrte Ruhe ein: Der luxemburgische Geschäftsmann Gerard Lopez stieg im Dezember mit Genii Capital bei Renault ein.

    Jetzt schließt sich dort ein Kreis, denn Boullier war zuletzt auch als Geschäftsführer des Management-Unternehmens Gravity Sport tätig - eine Firma, deren Besitzer ebenfalls auf den Namen Lopez hört. Ob der zweite, derzeit noch vakante Fahrerplatz bei Renault nun mit einem Gravity-Piloten besetzt wird, wollte Boullier nicht näher kommentieren: "Er könnte ein Gravity-Fahrer sein - oder auch nicht."
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    Geändert von Phil-RS (05.01.2010 um 18:55 Uhr)

  2. #2
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    Standard Interview mit Eric Boullier

    Frage: "In welchem Zustand befand sich das Team, als sie angekommen sind?"
    Eric Boullier: "Als ich meine Arbeit aufgenommen habe, wurde mir sehr schnell klar, dass die Moral des Teams nach dem Abschluss der Saison 2009 beeinträchtigt war und die vergangenen Wochen waren eine ziemliche Herausforderung. Wie dem auch sei, jetzt ist das Team dank der neuen Philosophie, die Renault implementieren möchte, sehr motiviert. Vor Weihnachten wurde diese der Belegschaft in der Fabrik vorgestellt und ist mit Applaus aufgenommen worden. Jedermann ist nun wieder in alter Frische bereit für neue Taten."


    Frage: "Wie sehen ihre täglichen Aufgaben aus?"
    Boullier: "Ich werde mich ausschließlich auf die sportlichen und leistungsmäßigen Aspekte konzentrieren. Bob Bell wird die Designabteilung beaufsichtigen sowie die Produktion und technische Weiterentwicklung des Autos. Wir haben schon viel miteinander diskutiert und wir haben beide die gleichen Vorstellungen. Ich denke, wir werden gut zusammenarbeiten."
    "Es gibt aber keinen Druck von Renault."

    Frage: "Vertreten sie auch die neuen strategischen Partner des Teams?"
    Boullier: "Ich wurde von Renault ernannt, Renault will bei allen operativen Aspekten seines Formel-1-Engagements federführend bleiben. Natürlich wurden auch Vertreter von von Genii Capital befragt, aber es wäre falsch, sich das Renault-Team als zweiköpfige Struktur vorzustellen, die Entscheidungen doppelt abstimmen muss. Das ist ein einheitliches Team mit klarer Struktur."

    Frage: "Haben sie einen Zeitrahmen erhalten, innerhalb dessen sie sich beweisen müssen?"
    Boullier: "Davon war seitens meiner Auftraggeber nie die Rede, ich habe mir selbst trotzdem recht hohe Ziele gesteckt. Die Formel 1 ist ein Traum eines jeden Ingenieurs und ich würde diese Gelegenheit nicht verpassen wollen. Es gibt aber keinen Druck, nur die Motivation, den Job, für den ich auserkoren worden bin, so gut wie möglich zu erfüllen."

    Frage: "Können sie ihre Philosophie in drei Worte fassen?"
    Boullier: "Menschlichkeit, Strenge und Offenheit. Für mich ist der Rennsport die wichtigste Sache überhaupt."

    Frage: "Ist ihr Alter von Vorteil?"
    Boullier: "Ich könnte mir das durchaus vorstellen. Das Team wollte frisches Blut und ein neues Kapitel aufschlagen. Die Formel 1 besteht aus Kreisläufen und der Sport wird jetzt von einer neuen Generation definiert, die allmählich in den Paddock strömt. Ferrari und McLaren haben sich unter anderem dieser Evolution unterworfen. Und Christian Horner von Red Bull ist so alt wie ich."

    Frage: "Was sind ihre Ziele für 2010?"
    Boullier: "Es ist noch etwas zu früh, um diese genau zu definieren, aber meine Mission besteht darin, das Team wiederherzustellen, indem ich mich auf zwei Punkte konzentriere. Der erste Punkt besteht darin, eine funktionsfähige Organisation aufzubauen, die effizient arbeitet, damit der Betrieb in Enstone harmonisch abläuft. Zweitens brauchen wir für unsere Leistungsfähigkeit einen verbesserten Feedback-Prozess."
    "Das wird nicht innerhalb von zwei Monaten passieren, das wissen wir, aber der Prozess muss fortschrittlich und solide sein. Heute haben wir alle Mittel zur Verfügung, dieses Ziel zu erreichen. Das Budget steht fest, 60 Prozent des Windkanals sind verbessert worden und unsere High-Tech-CFD-Abteilung hat neuen Schwung erhalten."

    Frage: "Sie sind Geschäftsführer von Gravity Sport Management, wird der zweite Pilot ein Gravity-Fahrer sein?"
    Boullier: "Der zweite Fahrer wird in der Lage sein, Punkte zu holen und Robert Kubica herauszufordern. Das könnte ein Gravity-Fahrer sein oder auch nicht. Ich kann aber garantieren, dass es für einen Gravity-Fahrer schwieriger sein wird, ausgewählt zu werden. Sie müssen zeigen, dass sie es wirklich verdienen, zum zweiten Piloten von Renault ernannt zu werden."

  3. #3
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    Daumen hoch

    Dieses Interview schafft vertrauen.
    Ich bin sehr überzeugt vom neuen Renault F1 Team.
    Boullier, macht mir persönlich einen sehr freundlichen Eindruch. Die Saison 2010 wird garantiert viel versprechend.

    Und falls noch etwas Grün von Gravity Sports auf Auto kommt, dürfte das neue Auto sehr Interessant aussehen:-)

    Gravity.gif

    Lange geht es sicherlich nicht mehr, bis wir die ersten Bilder des Boliden haben

    Auf eine spannende und erfolgreiche Saison 2010

    Chrigi
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  4. #4

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    Bitte rx4 aber nicht grün auf einem Formel 1 Auto

    RS-MARIO

  5. #5
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    Wann ist das erste Rennen RX4?
    - Unser F1-Spezialist...

    Laut Infomtionen, wird die Saon 2010 zum aufbauen des Team verwendet.
    Kubica und der 2te Fahrer sollen sich möglichst Gut an das Team gewöhnen um 2011 ganz forne mitfahren zu können.

  6. #6
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    Unglücklich

    Warum nicht einwenig ZE Grün;-)
    Ich sage ja nicht ganz Grün!

    Phil: Ich kann nicht überall Gut sein, mit all dem was ich zutun habe!
    Schliesslich läuft nicht alles von alleine!

    Aber das erste Rennen findet am 14.03 statt in Bahrain!

    Und hier noch die weiteren für allfällige Fragen



    1. 14.03 - Bahrain GP
    2. 28.03 - GP Australien
    3. 04.04 - GP Malaysia
    4. 18.04 - GP China
    5. 09.05 - GP Spanien
    6. 23.05 - Monaco GP
    7. 30.05 - GP Türkei
    8. 13.06 - GP von Kanada
    9. 27,06 - Europäische GP (Valencia)
    10. 11.07 - Grand Prix von Grossbritannien
    11. 25.07 - GP Deutschland
    12. 01.08 - GP Ungarn
    13. 29.08 - belgischen GP
    14. 12.09 - GP Italien
    15. 26.09 - GP Singapur
    16. 03.10 - GP Japan
    17. 17.10 - GP Korea
    18. 31.10 - GP Abu Dhabi
    19. 14.11 - GP Brasilien
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  7. #7
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    Geringe Chancen für Grosjean bei Renault


    Für den neuen Renault-Teamchef Eric Boullier steht bei der Besetzung des zweiten Cockpits kein französischer Fahrer auf der Pole-Position


    Knapp zwei Monate vor dem Beginn der neuen Formel-1-Saison sind noch einige Fahrzeuge nicht besetzt - unter anderem auch das zweite Cockpit neben Robert Kubica bei Renault. Noch hat die neue Teamführung um Teamchef Eric Boullier dem polnischen Rennfahrer keinen Stallgefährten zur Seite gestellt, hat aber immerhin eine Kandidatenliste aufgestellt, die aktuell fünf Piloten umfasst.

    Nur einer davon soll Franzose sein - doch der Landsmann von Teamchef Boullier steht bei den Planungen von Renault nicht auf der Pole-Position, wie der 36-Jährige nun gegenüber 'Radio Monte Carlo' erläutert: "Es gibt einige mögliche Szenarien und eines davon beinhaltet einen französischen Fahrer. Derzeit ist das allerdings auch das Szenario mit den wohl geringsten Erfolgsaussichten."

    Für Romain Grosjean, der 2009 als Nachfolger von Nelson Piquet einige Grands Prix für das Renault-Team bestreiten durfte, sind das keine guten Nachrichten - ganz aus dem Rennen ist der in der Schweiz geborene Rennfahrer aber nicht. "Wir haben bei der Fahrerfrage bereits Fortschritte gemacht, sind allerdings noch lange nicht so weit, um den Namen des Piloten bekannt zu geben", so Boullier.

    Chancen auf den Platz neben Kubica werden unter anderem auch den beiden Nachwuchspiloten Ho-Pin Tung und Jerôme D'Ambrosio eingeräumt. Beide stehen beim Management-Unternehmen Gravity Sport unter Vertrag, welches 2009 vom neuen Renault-Teamchef Boullier geleitet wurde. Wird der zweite Fahrer also ein Gravity-Pilot sein? Boullier abschließend: "Könnte sein - muss aber nicht."
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  8. #8
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    Daumen hoch Alles Neu, und tradizions Lackierung im 2010

    Boullier: "Es wurden mutige Entscheidungen gefällt"

    Renault-Teamchef Eric Boullier im Interview über die Entwicklungsarbeit am R30, die Ziele für die bevorstehende Saison und Neuzugang Robert Kubica
    Eric Boullier erwartet gegen Ende der Saison Podiumsplatzierungen


    Frage: "Eric, Sie sind seit gerade einmal einem Monat Teamchef. Wie haben Sie sich im Team eingelebt?

    Boullier: "Ich bin von allen sehr herzlich aufgenommen worden. Natürlich waren die vergangenen vier Wochen für das gesamte Team sehr arbeitsintensiv, aber ich war von der Motivation und der Arbeitseinstellung in der Fabrik beeindruckt. Nun gehen wir die neue Saison an, wir müssen fokussiert bleiben und intensiv Druck machen, um beim ersten Rennen eine starke Leistung zu zeigen. Für mich ist die menschliche Seite des Jobs bei weitem das Wichtigste."


    Frage: "Ist beim Bau des neuen Autos alles reibungslos gelaufen?"

    Boullier: "Insgesamt ist der Bau des neuen Autos nach Plan verlaufen. Natürlich bekommt man es im Verlauf des Winters immer mit ein paar Problemen zu tun, besonders im Design-Büro, das im Hinblick auf das Design des Autos mutige Entscheidungen getroffen hat. Aber alles hat gut funktioniert, wir haben unsere Fristen eingehalten. Wir sind für den ersten Test bereit. Wir sind alle aufgeregt zu sehen, ob das Auto eine gute Leistung zeigt, und wir denken, dass dies der Fall sein wird."


    Frage: "Der R30 zeigt eine klassische gelb-schwarze Lackierung. Sind Sie zufrieden, dass diese traditionellen Renault-Farben in den Sport zurückkehren?"

    Boullier: "In meinen Augen ist es definitiv eine gute Entscheidung, und ich denke, dass das Auto beeindruckend aussieht. Es ist ein echter Hingucker, und es erinnert mich an das Erbe von Renault im Sport. Es erinnert mich an meine Zeit als Kind, als ich Arnoux und Prost zuschaute. Es sendet auch eine klare Mitteilung in Bezug auf Renaults Engagement in der Formel 1."


    Frage: "Lassen Sie uns über Robert Kubica reden. Wie sehr freuen sich darauf, mit ihm zusammenzuarbeiten?"

    Boullier: "Wir sind erleichtert, Robert bei uns zu haben, da er ganz klar einer der besten Fahrer in der Startaufstellung ist. Er ist extrem schnell, erfahren, und er ist ein wahrer Kämpfer, der niemals aufgibt, was sehr gut zu unserer Einstellung bei Renault passt. Roberts Herangehensweise wird uns dabei helfen, das Team nach vorn zu bringen, denn er ist einfach so hungrig auf Erfolg, wie wir das sind."


    Frage: "Es ist noch sehr früh in der Saison, aber welche Ziele haben Sie für 2010 im Visier?"

    Boullier: "Wir wollen ganz klar zurück an die Spitze und fähig sein, so früh wie möglich um Platzierungen auf dem Podium zu kämpfen. Es wäre zu optimistisch zu sagen, dass wir dies vom ersten Rennen an erreichen wollen, aber die Fortschritte und Simulationen, die wir während des Winters gesehen haben, sind ermutigend. Wir haben in Enstone auch die Ressourcen, um während der Saison gute Entwicklungsschritte zu vollführen, sodass wir uns weiterhin von Rennen zu Rennen verbessern können. Das Ziel ist es dann, im letzten Teil der Saison regelmäßig um das Podium zu kämpfen."

    Fr
    age: "Erzählen Sie uns etwas über die Ressourcen, die es erlauben werden, dieses aggressive Entwicklungsprogramm voranzutreiben."

    Boullier: "Am wichtigsten ist die Tatsache, dass wir gerade ein beträchtliches Upgrade am Windkanal abgeschlossen haben, was bei der aerodynamischen Entwicklung während des Jahres eine wichtige Rolle spielen wird. Wir verfügen auch über eine moderne CFD-Anlage, welche die Arbeit im Windkanal ergänzt. Es ist immer noch eine relativ neue Technologie, aber sie beginnt nun einen Level an Reife zu erreichen, beschert uns Ergebnisse, die wir von ihr erwarten. Es gibt auch das mechanische Design-Team, das am R30 exzellente Arbeit geleistet hat, und sie werden während der Saison weitere Upgrades für das Auto zur Verfügung stellen."


    Frage: "Das erste Rennen findet in etwas mehr als einem Monat in Bahrain statt. Freuen Sie sich darauf?"

    Boullier: "Absolut! Es wird unsere erste Chance sein, um zu sehen, wo wir im Vergleich zu unseren Gegnern unter realen Rennbedingungen stehen. Wir können nach Bahrain mit dem sicheren Wissen gehen, dass das gesamte Team während des Winters enorme Anstrengungen investiert und all die harte Arbeit in eine starke Leistung auf der Rennstrecke umgewandelt hat. Ich möchte diese Möglichkeit nutzen, um allen Teammitgliedern für ihre Anstrengungen während der vergangenen paar Monaten zu danken. Ich bin überzeugt, dass sich dies auf der Rennstrecke bezahlt machen wird."
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  9. #9
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    Standard Renault startet mit R30 in neue Ära

    Mit traditionellen Farben und einem recht konventionellen Auto schlägt Renault ein neues Kapitel auf - Vitaly Petrov als zweiter Fahrer bestätigt

    Jahrelang galt Erfolgsteamchef Flavio Briatore als Aushängeschild für Renault, doch diese Ära ist beendet. Der französisch-britische Rennstall schlug bei der heutigen Präsentation des neuen R30 (beziehungsweise dessen Lackierung) in Valencia ein neues Kapitel auf - und zwar nicht nur ohne Briatore, sondern auch ohne Fernando Alonso, Chefingenieur Pat Symonds und Hauptsponsor ING.

    Der neue mächtige Mann in Enstone ist Gerard López, Eigentümer der Investmentfirma Genii Capital, die am 16. Dezember eine "strategische Partnerschaft" mit Renault eingegangen ist. Konkret übernahm er eine bisher nicht genau definierte Mehrheit der Teamanteile und setzte seinen langjährigen Vertrauten Eric Boullier (36), bisher bekannt als Leiter des GP2-Teams DAMS, als neuen Teamchef ein.


    Kein Druck auf Boullier
    Einen Zeitrahmen, in dem er den Rennstall wieder an die Spitze führen muss, gibt es offenbar nicht: "Davon war seitens meiner Auftraggeber nie die Rede", sagt Boullier. "Ich habe mir selbst trotzdem recht hohe Ziele gesteckt. Die Formel 1 ist der Traum eines jeden Ingenieurs und ich würde diese Gelegenheit nicht verpassen wollen. Es gibt aber keinen Druck, nur die Motivation, den Job, für den ich auserkoren worden bin, so gut wie möglich zu erfüllen."

    Renault heißt zwar weiterhin Renault, aber sonst bleibt im Vergleich zum Vorjahr kein Stein auf dem anderen: Der heute vorgestellte R30 kommt in gelb-schwarzer Lackierung mit recht prominent positionierten Renault-Logos daher. Was in Valencia gezeigt wurde, war übrigens ein altes R29-Modell im alten Branding. Vom neuen R30 für die kommende Saison hat das Team allerdings schon Studioaufnahmen veröffentlicht.

    Abgesehen von der veränderten Lackierung erinnert das Fahrzeug in Form und Aerodynamik stark an das Vorgängermodell, vor allem im Bereich der Nase, die entgegen des aktuellen Trends in der Formel 1 recht wuchtig ausgefallen ist. Adaptiert wurde dafür die besonders von McLaren extrem nach hinten verlängerte Motorhaube in Form einer "Haifischflosse", die den Luftstrom vor dem Heckflügel beruhigen soll. Auffällig auch die stark taillierten Seitenkästen.

    Entwickelt wurde das Chassis wie schon in den vergangenen Jahren in der Fabrik in Enstone, den Motor liefert weiterhin Renault aus Viry-Châtillon. Komplett neu sind hingegen die Fahrer: Robert Kubica steht bereits seit Monaten als Nummer eins fest, erst heute bestätigt wurde Vitaly Petrov als zweiter Fahrer. Der Russe setzte sich damit gegen andere Kandidaten wie Nick Heidfeld, Christian Klien und Ho-Pin Tung durch.

    Tung und D'Ambrosio neue Testfahrer
    Letzterer erhält zwar genau wie Jérôme D'Ambrosio und Jan Charouz einen Testvertrag, wäre aber natürlich lieber der erste Grand-Prix-Chinese der Formel-1-Geschichte geworden. So ist Petrov der erste Russe im Starterfeld der Königsklasse des Motorsports. Das hat der 25-Jährige seinem zweiten Gesamtrang hinter Nico Hülkenberg in der GP2-Meisterschaft 2009 zu verdanken, aber auch seiner Sponsorenmitgift in Höhe von geschätzten 15 Millionen Euro.

    Bereits vor dem heutigen Launch wurde der neue R30 im Studio abfotografiert RenaultDas war letztendlich ausschlaggebend für die Fahrerwahl, denn der Ausstieg von Hauptsponsor ING wirkt sich laut Branchenmonitor 'Formula Money' mit einem Minus von 35 Millionen Euro auf das Renault-Budget aus. Das Branding des Fahrzeugs trägt dem veränderten Sponsorenportfolio Rechnung und erinnert wieder stärker an die klassischen Renault-Lackierungen der 1970er-Jahre. Deutlich prominenter als bisher wird Mineralölpartner Total in Szene gesetzt.

    Wie das Team den Umbruch sportlich verkraften wird, bleibt abzuwarten. Schon in den vergangenen beiden Jahren konnte Renault trotz der Achse Alonso/Briatore/Symonds nicht an die Erfolge der WM-Saisons 2005 und 2006 anknüpfen. So gesehen kommt der Schnitt zum richtigen Zeitpunkt. Doch wie stark sich die Franzosen 2010 präsentieren können, wird sich frühestens bei den morgen beginnenden Wintertestfahrten zeigen.

    "Als ich meine Arbeit aufgenommen habe, wurde mir sehr schnell klar, dass die Moral nach der Saison 2009 stark beeinträchtigt war", sagt Teamchef Boullier. "Die vergangenen Wochen waren eine ziemliche Herausforderung für uns, aber jetzt ist das Team dank der neuen Philosophie, die Renault implementieren möchte, sehr motiviert. Jeder Mitarbeiter des Teams ist nun wieder in alter Frische bereit für neue Taten!"
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    Geändert von Phil-RS (01.02.2010 um 10:36 Uhr)

  10. #10
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    Standard Hmm

    Also gefallen tut mir das Fahrzeug so nicht. Obwohl das Renault Zeichen sehr schön zur Geltung kommt.

    Aber ich denke, es kommt nicht auf das Design darauf an, sondern auf die Erfolg welche sicherlich kommen werden.

    Auf eine erfolgreiche Saison
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