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  1. #1

    Standard Master II 2,5d Saugdiesel will nicht richtig anspringen/laufen

    Guten Abend liebe Renault Freunde (und alle anderen),

    ich habe einen Master II 2,5d Saugdiesel mit einem Motorproblem gekauft, welches ich leider selber momentan nicht in den Griff bekomme. Es passiert folgendes: Der Wagen läßt sich so gut wie nicht starten - wenn er überhaupt ein wenig 'anläuft', dann erst nach ca. 15 Startvorgängen oder mehr (und langem 'Orgeln' des Anlassers - die Batterie zieht's dann schon leer). Wenn er kurz läuft, nimmt er kein Gas an und qualmt von anfangs etwas schwarz in Richtung weiß. Geht aber dann aus als wenn er 'absäuft'. Ich kenne mich nur mit Benzinmotoren recht gut aus, nicht aber mit den Diesel. Geprüft bzw. versucht habe ich schon die Steuerzeiten des Motors (offensichtlich ok), den Dieselfilter (kommt Diesel durch) sowie die Einspritzdüsen (2 Stück mal die Überwurfmutter abgeschraubt und darunter ist es 'feucht bzw. Naß'). Dann habe ich Startpilot in den Ansaugtrakt gesprüht, was das Startverhalten zwar etwas gebessert hat in Richtung 'ich will ja anspringen', aber den durchschlagenden Erfolg auch nicht brachte.

    Meine Frage nun vor allem: Hat der Motor evtl. keine oder nicht genügend Kompression oder stimmt einfach etwas mit der Dieselpumpe nicht. Was mich stutzig macht ist, daß ich heute nach/bei dem letzten etwas erfolgreicheren Motorlauf das Gaspedal ganz niederdrücken müßte, damit er überhaupt anspran und weiterlief und das eben nur für ca. 30 Sekunden. Es qualmte dann stark in Richtung weiß aus dem Auspuff bzw. der Qualm stank auch noch (sicher durch unzureichende Dieselverbrennung). Was in meinen Augen gegen 'keine Kompression' spricht ist, daß mit voll runtergetretenem Gaspedal der Motor dann widerwillig (an-)lief. Die Gaspedalstellung dürfte beim Diesel nichts mit der Kompression zu tun haben, da es keine Drosselklappe wie beim Benziner gibt, mit der ich da etwas 'steuern' kann. Aber ich bin halt in Sachen Diesel Laie. Wer kann mir also einen guten Rat geben ? Danke für alle Hilfen.

    Ach ja, der Vorbesitzer meinte, daß der Motor während der Fahrt einfach so ausgegangen wäre und nicht wieder starten wollte (wie wohl jetzt eben). Ich hatte zunächst auf die lockere Batteriplusklemme getippt, welche ich beim Kauf vorfand. Aber das wäre ja zu einfach gewesen ...

    Der Wagen hat im übrigen erst 118 TKM gelaufen, was der außergewöhlich gute Pflegezustand auch glaubhaft macht.

    Gruß

  2. #2
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    Schon mal dran gedacht das die meisten Diesel mit Glühkerzen ausgestattet sind wie auch der S9U alias 2.5 Saug Diesel, ohne 4 funktionierende laufen die im Winter schlecht bis gar nicht an.

    Die haben ständig dieses Problem.

  3. #3

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    Hallo und danke für den Hinweis. Ich glaube aber nicht an die Glühkerzen, da der Motor ja anlief, aber sich dann nicht einigermaßen normal verhielt bzw. verhält. Ich kenne das bei den Dieselmotoren so, daß schlechte Glühkerzen nur beim absoluten Kaltstart und niedrigen Temperaturen wichtig sind, aber nach etlichen Startversuchen der Motor auch anläuft. Die Glühkerzen haben sonst doch keine Bedeutung, da der Diesel ein Selbstzünder ist. Ist der Motor einmal angesprungen muß er unweigerlich weiterlaufen, da die Glühkerzen dann keinerlei Funktion mehr haben. Und ob es plus 10 oder 15 Grad wie vor wenigen Tagen noch oder wie heute nur rund 5 Grad sind/waren, hat(te) keinerlei Einfluß auf das Startverhalten. Grundsätzlich sollten natürlich gute Glühkerzen drin sein ... Bei dem Master kommt man allerdings echt 'bescheiden' dran. Ich würde ansonsten auch mal schnell die Kompression prüfen, wenn ich die Glühstifte ohne große Fummelei heraus bekäme. Die Vorglühanlage an sich funktioniert im übrigen (zumindest der Kontrolleuchte nach). Gruß Ingo

  4. #4

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    Eine kleine Korrektur zu meinem ersten Beitrag: Ich habe naütrlich nicht die Einspritzdüsen selber sondern nur die Zufuhr überprüft. Die Überwurfmutter sitzt ja oberhalb der eigentlichen Düse ... Was mich weiter wundert/irritiert ist, daß der Motor ja überhaupt nicht 'einigermaßen anständig' läuft. Sollte also z.B. eine Einspritzdüse oder ein einziges anderes Bauteil, welches nur für eine Zylindersteuerung zuständig ist, defekt sein, müßte der Motor ja wenigstens auf den anderen Zylindern laufen. Hier muß also in meinen Augen ein 'zentrales Element', welche für die gesamten 4 Zylinder zuständig ist, defekt sein. Wenn z.B. die Zylinderkopfdichtung defekt wäre, ist es nach meiner Erfahrung selten so, daß gleich alle Zylinder betroffen sind (meist nur 1 oder 2). So zumindest meine Erfahrung aus knapp 30 Jahren Schraubererfahrung bei den Benzinmotoren ... Nochmals Gruß Ingo

  5. #5
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    Es kommt jetzt einfach etwas grundlegendes dazu der S9U wie auch der Turbo S9W sind "Mist" Iveco Motoren die einfach von Grund auf nix taugen.

    Diese Motoren laufen erst richtig wenn sie heiss sind und dass heisst im Falle des S9U 2.5, wenn die Vorglühanlage nicht funktioniert läuft er elend schlecht oder gar nicht, denn die Glühanlage arbeitet auch nach dem Start noch 10 Sekunden und länger wie bei 99% aller Dieselmotoren. Nur so lässt sich die nötige Temparatur erzielen um überhaupt die Selbstzündung auszulösen als andere nennen wir Dieselverdampfen oder Dieselmotten und da raucht es meist nur noch weiss aus dem Auspuff. Wenn er dann irgendwann zu laufen beginnt, natürlich geflutet mit Diesel dann gibt es eben halt super schwarzen Rauch und laufen tut er immer noch nicht richtig
    Geändert von weber83 (18.11.2010 um 00:19 Uhr)

  6. #6

    Standard

    Hmm, ich bekomme dann doch 'kalte Füße' was den Motor und einige andere Sachen angeht. Laut meinen Infos hat der Wagen im übrigen einen S8U 770 Motor verbaut, was aber wahrscheinlich nur marginal ist. Ich werde dann also mal die Glühkerzen prüfen/tauschen, was sicher etwas Fummelei ist. Ich bin dennoch skeptisch, daß hier die eigentliche (Haupt-)Fehlerquelle zu suchen ist. Der Motor qualmte heute ja auch ziemlich direkt mehr weiß als schwarz. Das kann natürlich verschiedene Gründe haben, welche ich nicht direkt auf 'Wasserverbrennen' zurückführen würde, wie man üblicherweise bei weißlichem Qualm sagt. Es hat sich unter Umständen eine Menge Kondenswasser im Auspuff gebildet bzw. heute war es auch noch kalt, wo ja die Motoren sowieso immer erst mal weißen Rauch aus dem Auspuff rauslassen bis die Motortemperatur gut warm ist. der Motor wollte aber wirklich nicht annähernd/ansatzweise rund laufen und nahm sogesehen kein Gas an. Unverständlich bleibt dann auch aber immer noch die Aussage des Vorbesitzers in diesem ganzen Zusammenhang. Aber darauf kann ich natürlich letztlich nicht wirklich vertrauen. Zudem könnten 2 unglückliche Umstände zusammengekommen sein (defekte Batteriepluspolklemme und evtl. vorher schon oder dadurch verursachte defekte Glühanlage/-kerzen. Wer weiß das alles schon ...
    Gruß Ingo

  7. #7

    Standard

    Habe den Motor heute zum Laufen gebracht ... Aber: Ständig grauweißer Qualm und - vor allem im Leerlauf bzw. kurz darüber - flackert die Öldruckanzeige. Ab und an hört sich der Motor dann auch nach (beginnendem ?) Lagerschaden an. Die Qualmerei wurde nach 2-3 Minuten laufen lassen nur unwesentlich weniger. Immerhin konnte ich den Wagen aber nun aus eigener Kraft das erste mal hin- und her bewegen bzw. rangieren. Die Vorglühanlage scheint zu funktionieren obwohl ich heute festegestellt habe, daß der Anschluß einer Glühkerze (4. Zylinder) abgebrochen ist. Die Verbindung zu den anderen ist aber nicht unterbrochen. Und daß die restlichen 3 funktionieren mußte ich leider durch eine Unachtsamkeit feststellen. Ich hatte Starthilfespray in den Ansaugstutzen zwischen Luftfilter und Drosselklappe gesprüht, den Stutzen wieder aufgesteckt, einige Zeit gewartet bzw. nach anderem geschaut, dann den Wagen Vorglühen lassen um später zu starten. Es gab einen lauten Knall und der Deckel vom Luftfilterkasten flog durch die Gegend (kleine Explosion ...). Das Gemisch hatte sich also entzündet. Nun weiß ich auch warum auf der Dose Spray draufsteht, daß man den Wagen ohne Vorglühen direkt starten soll. Zum Glück ist keiner vor dem Motorraum gestanden und hat den Deckel abbekommen.

    Ob ich den Motor nun reparieren soll bzw. das selber hinbekomme, weiß ich nicht. Wenn zu viele 'Innereien' kaputt/verschlissen sind, kommt das einer Generalüberholung mit entsprechendem Aufwand und Kosten sicher gleich. Da lohnt evtl. eher in gebrauchter Motor (von dem ich dann aber auch nicht wirklich weiß wie gut er ist, wenn ich ihn vorher nicht testen kann - die meisten werden ja ausgebaut angeboten).

    Gruß
    Ingo

 

 

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